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Wanderung um den Riegsee

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Viele Wanderwege durchziehen das „Blaue Land“, wie die Tourismusexperten das oberbayerische Land rund um den Staffelsee und Riegsee jetzt genannt haben. Dass sie die Farbe Blau wählten, ist kein Zufall, denn der Himmel, die Seen und die Berge tragen diese Farbe. Nicht zu vergessen der „Blaue Reiter“, den der in Murnau lebende russische Maler Wassily Kandinsky und Franz Marc als Erkennungsmerkmal für ihre Ausstellungs- und Publikationstätigkeit wählten. Sowohl das Motiv des Reiters als auch die farbliche Ausführung erinnern an die in Murnau beliebte Hinterglasmalerei und die Darstellung des heiligen Georg.
Die Rundwanderung um den Riegsee bietet unglaublich viel: Vogelschutzgebiete, schöne Kirchen mit alten Traditionen und kostbarer Barockausstattung und dazu ein herrliches Alpenpanorama. Natur, Landschaft und Kultur bilden hier ein harmonisches Ganzes. Unterwegs kann man ein angenehmes Bad in einem der wärmsten bayerischen Seen nehmen. Wenn man den See umwandert hat, kommt man wieder bei dem alten Pilgerziel, der St. Leonhard-Kirche in Froschhausen an, wo sich alljährlich im November Hunderte von Reitern und Pferden am Leonhardi-Tag treffen, um ihre Pferde segnen zu lassen. Auch der Staffelsee-Rundweg oder der Weg vom Münter-Haus in das Murnauer Moos zum Ramsach-Kircherl führen in einzigartige Landschafts- und Naturparadiese.

Weg bei Riegsee
Weg bei Riegsee

Wegbeschreibung (10 km)

Der Ausgangspunkt ist Froschhausen, wo etwas außerhalb ein Parkplatz liegt. Man geht ein Stück auf der Teerstraße entlang in Richtung Riegsee und verlässt diese nach 150 m, um dem schmalen Uferweg links nach Riegsee zu folgen. Der Weg ist gut ausgeschildert und bietet schöne Naturerlebnisse. Im Herbst kann man das Farbenspiel der sich im See spiegelnden Bäume bewundern. Wenn die ersten Häuser von Riegsee erreicht sind, steigt man vom Ufer herauf in den Ort und geht zur Pfarrkirche St. Stephanus. Von hier hat man einen schönen Blick auf das gegenüberliegende Seeufer. Beim Brunnen an der Kirche geht es links weiter. Beim Bildstock „Christus in der Rast“ muss man sich entscheiden, ob man den See von oben oder vom Ufer aus genießen will.

Blick auf de Ort Riegsee
Blick auf dem Ort Riegsee

Geht man bei der Wegverzweigung links, kommt man durch einen Campingplatz, der aber schnell durchquert ist. Danach wandert man an Kuhweiden vorbei auf einem schönen Uferweg zum Vogelschutzgebiet am Bootssteg. Dort verlässt man das Seeufer, wendet sich nach rechts und geht 300 m bergauf, dann links auf dem Landwirtschaftsweg bis zur St 2038. Auf dieser nun 400 m weiter, bis man links den Abzweiger des Riegsee-Rundweges erreicht, der hinauf an den Rand von Hofheim führt. Nach erneuter Unterquerung der Staatsstraße gibt es (noch vor dem Campingplatz) einen der schönsten See- und Alpenblicke auf dieser Wanderung, den man auf einer Bank genießen kann. Nach dem Campingplatz geht es auf einer Teerstraße zu dem prächtigen Schloss Neu-Egling, das in Privatbesitz ist. Am Schluss senkt sich die Straße, und ehe man es sich versieht, steht man vor dem Ziel, der Wallfahrtskirche St. Leonhard in Froschhausen. Links kommt man wieder zum Wanderparkplatz.

Riegsee mit Alpen
Riegsee mit Alpen

Wer die lohnenswerte Schleife um den Froschhauser See machen will, geht bei der Wallfahrtskirche geradeaus auf dem „Oberen Leitenweg“ weiter und biegt dann nach 600 m links auf einen Trampelpfad ab. An der „Riegseer Straße“ beim Parkplatz kommt man wieder heraus.

Am Riegsee ist Wander und Rasten ein Hochgenuss
Am Riegsee ist Wander und Rasten ein Hochgenuss

Anfahrt

Mit dem Bus (Linie 9620) von Murnau bis Haltestelle Froschhausen. Weitere Haltestellen in Hofheim und Riegsee.

Übersichtskarte
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Sehenswürdigkeiten

Blaues Land:

So nennt man die Seen- und Moorlandschaft des Alpenvorlandes. Die Tourismusregion um den Riegsee und den Staffelsee bietet alles, was das Wandererherz begehrt: Von Murnau oder den sieben umliegenden Orten führen 110 km ausgeschilderte Wanderwege durch das „Blaue Land“, wo sich eine Naturschönheit an die andere reiht. Seien es die Vogelschutz- und Naturschutzgebiete am Riegsee und am Froschhauser See, die seltene Flora und Fauna im Murnauer Moos oder die abgeschiedenen Ufer am Staffelsee, diese Gegend ist ein wahres Natur- und Wanderparadies, wo man immer das Alpenpanorama mit Zugspitzblick vor Augen hat. Unterwegs gibt es immer wieder schöne Biergärten, die zum Einkehren einladen.

Am Riegsee versteht man, warum diese Gegend Blaues Land genannt wird
Am Riegsee versteht man, warum diese Gegend Blaues Land genannt wird

Riegsee:

Der Riegsee nordöstlich von Murnau hat seinen Namen von dem germanischen Personennamen „Ruodgis“ (See des Ruodgis). In der rund 2,3 Hektar großen Bucht gibt es vor allem im nördlichen Seezipfel größere Schilfbestände und Schwimmblattgesellschaften. Wie viele kleine Seen in der Region ist auch der Riegsee ein Toteissee aus der Würm-Eiszeit. Das Becken des Riegsees wurde vom Isar-Loisach-Gletscher aber nur flach ausgeschürft.
Der See erreicht eine Ausdehnung von 3,3 km Länge und bis zu 0,6 km Breite. Seine größte Tiefe beträgt rund 15 m. Früher lag der Wasserspiegel des Sees deutlich höher als heute (etwa 10 m). Der Riegsee hat keinen oberirdischen Zu- oder Abfluss und ist der größte bayerische See dieser Art. Sein Wasser stammt aus dem Grundwasser, das im Ettinger Bach und Hungerbach bei Huglfing in starken Quellen hervortritt. Die Entwässerung erfolgt ebenfalls über das Grundwasser. In Urzeiten wurde der noch von Gletscherwasser gespeiste See im Norden durch einen Ablauf in Richtung Söchering entwässert. Der Wasserspiegel lag damals 15 m höher als der heutige.
Die Bauern nannten den Riegsee früher „Hungersee“. Man glaubte, anhand des Wasserstandes die künftige Witterung sicher zu erkennen und damit eine gute oder schlechte Ernte vorhersagen zu können. Sogar aus dem Donauboden kamen früher die Getreidebauern hierher, um aus dem Wasserstand ihre Vorhersagen zu treffen. Wenn der See viel Wasser führte, galt dies als ein Unglück.

Die Pfarrkirche von Riegsee
Die Pfarrkirche von Riegsee

Quelle & weitere Touren-Beschreibungen

Dr. Walter Töpner: Erlebniswege Oberbayerisches Seenland
ISBN 978-3-95551-013-8 1. Auflage
208 Seiten, Softcover, 14 x 23 cm, vierfarbig, 16 Touren, zahlreiche Fotos und Karten
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Erlebniswege Oberbayerisches Seenland

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