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Vorsicht Trickdiebe! Polizei warnt vor Geldwechseldiebstahl

SÜDLICHES OBERBAYERN. Zwei Mal wurden in den vergangenen Tagen ältere Menschen von Trickdieben mit dem „2-Euro-Wechseltrick“ um größere Geldbeträge gebracht. Die Polizei warnt deshalb vor dem weiteren Auftreten der Straftäter und gibt Verhaltenstipps.

Ein 86-jähriger Mann wurde am Nachmittag des 3. März in Steingaden (Landkreis Weilheim-Schongau) von einem Unbekannten angesprochen. Der Senior, der in seinem stehenden Pkw saß, wurde von dem Mann durch das Beifahrerfenster gebeten, eine 2-Euro-Münze zu wechseln und kam dem Wunsch nach. Zuhause bemerkte er später, dass mehr als 500 Euro Bargeld aus seinem Geldbeutel fehlten.

Ähnliches widerfuhr einem Ehepaar am 7. März in Wolfratshausen. Auch hier wurden der 77-jährige Rentner und seine 76-jährige Frau im Auto von einem Mann angesprochen und sollten 2 Euro wechseln. Im weiteren Verlauf lockte der Unbekannte die Insassen aus dem Fahrzeug und es gelang ihm, aus der Mittelkonsole des Pkw 300 Euro Bargeld zu stehlen.

Die Masche der Trickdiebe

Die Täter sprechen meist Senioren auf der Straße an und bitten sehr höflich um Kleingeld, beispielsweise um zu Telefonieren. Häufig hält der Dieb dabei einen Zettel mit einer Telefonnummer und eine 2-Euro-Münze in der Hand. Oft werden die Geschädigten direkt vor Banken oder Sparkassen angesprochen. Wenn die arglosen Opfer ihre Geldbörse hervorgeholt haben, wird der Täter plötzlich sehr aktiv. Er fuchtelt ständig mit seinen Fingern in dem offenen Münzfach herum und zeigt immer wieder auf andere Geldstücke, dabei redet er sehr viel, um das Opfer abzulenken. In früheren Fällen wurde der „Telefonnummer-Zettel“ so über das Geldscheinfach gehalten, dass dem Opfer die Sicht verdeckt wird. Dabei gelingt es dem Trickdieb, in das Fach für Geldscheine zu greifen und diese unbemerkt herauszuziehen. Der Täter hat es dann plötzlich sehr eilig und verschwindet, den Diebstahl bemerken viele Geschädigte erst viel später.

Die Tipps der Kriminalpolizei:

Bleiben Sie bei aller Hilfsbereitschaft wachsam und verhindern Sie immer den direkten Blick in Ihre Geldbörse.
Geben Sie niemals Ihre Geldbörse fürs Wechseln aus der Hand, schirmen Sie Ihre Geldbörse ab und verweigern sie jeglichen Griff in Ihr Portemonnaie.
Halten Sie Fremde auf Abstand und lassen Sie sich von Unbekannten nicht bedrängen – hier ist dann auch der "Mut zur Unhöflichkeit" angesagt.
Wer betrügerische Absichten vermutet, sollte sofort über die Notrufnummer 110 die Polizei informieren.




Polizei | Bei uns veröffentlicht am 10.03.2016


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