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Bauernhofmuseum Jexhof stellt Jahresprogramm 2016 vor und gibt Rückblick auf Saison 2015

Die stellvertretende Landrätin Martina Drechsler stellte bei einem Pressegespräch am 10. März
2016 am Bauernhofmuseum Jexhof zusammen mit dem Museumsleiter, Dr. Reinhard Jakob, das
Programm für das Jahr 2016 vor und gab einen kurzen Rückblick auf die vergangene Saison.
„Jeder Fremde, der sich fremd fühlt, ist ein Fremder, und zwar so lange, bis er sich nicht mehr
fremd fühlt, dann ist er kein Fremder mehr.“ So heißt es in Karl Valentins Lehrer-Schüler-
Zwiegespräch „Die Fremden“ aus dem Jahr 1940. Der Krieg sollte es mit sich bringen, dass Millio-
nen Menschen sich auf das Wagnis einlassen mussten, Fremde zu sein – bis sie sich wohlfühlten
und heimisch wurden. Dem Fremden in der Fremde widmet sich die erste Sonderausstellung am
Jexhof, die Ende Mai eröffnet wird. Insbesondere die Biographien der Geflohenen und ihre Habse-
ligkeiten rücken dabei in den Mittelpunkt.
„Fremd. Sein. Heimat“ ist ein eigens für den Jexhof entstandenes Theaterstück betitelt, in dem
Flucht und Integration am Beispiel der Böhmerwälder musikalisch und poetisch zur Sprache und
im Herbst zur Aufführung kommen.
Musik und Literatur sind auch in diesem Jahr wichtige Eckpfeiler des Veranstaltungsprogrammes.
Neu ist darunter der Singstammtisch, bei dem sich monatlich die Sangesfreudigen in geselliger
Runde treffen können. Wer sich dem Jodeln vertiefend widmen will, der ist herzlich willkommen
beim sehr beliebten Jodel-Seminar. Wem steht der Sinn mehr nach einem Instrument? Der Mund-
harmonika-Kurs könnte dafür genau das Richtige sein. Denen aber, die lieber zuhören möchten,
verspricht die Volksmusik-Vesper im Juli einen Ohrenschmaus.
Wie es inzwischen schon gute Tradition ist, lesen Toni Drexler und Annemarie Strähhuber wieder
zur Vollmondzeit. Und Kreisheimatpfleger Drexler stellt ferner sein opus magnum „Das Haspel-
moor“ – eine spannende Sozialgeschichte unserer Region – vor.
In die Ferne schweift der Förderverein Jexhof e. V. auf seinen Kulturfahrten, die sich ungemein
großer Beliebtheit erfreuen. Dieses Mal geht‘s ins Elsaß und in die Wachau. Aber natürlich ist der
Verein – mehr denn je – auch am Jexhof aktiv. Den 2. Jexhof-Lauf sollte man sich nicht entgehen
lassen, genauso wenig wie Maiandacht, Erntedankfest oder das begehrte Wildessen.
In der vergangen Saison 2015 erzielte das Bauernhofmuseum Jexhof mit rund 25.700 Besuchern,
trotz der Hitzewelle des vergangen Sommers, ein sehr gutes Ergebnis. Es gab knappe 90 Veran-
staltungen des Museums zu Brauchtum, Natur, Musik, Theater, ländlichem Handwerk und Litera-
tur.

Der Förderverein Jexhof bereicherte mit seinen Veranstaltungen wieder das Jahresprogramm am
Jexhof. Erinnert sei hier an die Maiandacht und an das Erntedankfest. Das Wildessen ist inzwi-Pressemitteilung Nr. 47
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schen ein echter „Renner“ im Programm des Fördervereines. Großen Anklang finden die Fahrten,
die vom Förderverein organisiert werden. Im letzten Jahr ging es nach Prag und zur Landesaus-
stellung „Napoleon in Bayern“ nach Ingolstadt. Sehr positiv aufgenommen wurde 2015 der 1. Jex-
hof-Lauf. Der Förderverein bot nicht nur ein attraktives Programm am Jexhof, sondern setzte mit
dem Bau des Kinderspielplatzes einen wichtigen Mosaikstein des Museumsentwicklungsplanes
um. Seit Frühjahr 2015 ist der Jexhof also um eine Attraktion für die jüngsten Besucherinnen und
Besucher reicher.
Die Museumssaison hatte 2015 mit einem besonderen Höhepunkt begonnen: „Fata Morgana“ hieß
das Verhüllungsprojekt, das einen spektakulären Perspektivwechsel im Rahmen der Kreiskulturta-
ge offerierte. Das Taj Mahal am Jexhof inspirierte den Förderverein dazu, seine neue Reihe der
Saisoneröffnung mit indischem Essen zu begleiten. Über den kulinarischen Genuss hinaus steuer-
te der Generalkonservator a. D. Professor Greipl wichtige Gedanken zum Umgang mit Zeugnissen
der Geschichte der bayerischen Heimat bei.

Im Mittelpunkt der Museumssaison standen dann die Sonderausstellungen, die beim Publikum
großes Interesse fanden. Die Ausstellung, einschließlich Publikation, zum Thema „Die Amper. Ge-
schichte(n) eines Flusses“ behandelte die Natur- und Kulturgeschichte der Flusstales vom Ammer-
see bis Olching, das Bezirksmuseum Dachau beschäftigte sich mit der Amper von Olching bis
Moosburg. Die Amper-Ausstellung war Teil des Projektes „Wasser“ der Arbeitsgemeinschaft
„Landpartie – Museen rund um München“. In diesem Zusammenhang entstand auch die App
„Wasserwege“.
Aufgrund des großen Echos wurde die Sonderausstellung im Handwerkerstadel zu 100-Jahre-
Erster-Weltkrieg unter dem Titel „Großer Krieg und kleines Dorf“ um ein Jahr verlängert. Mit finan-
zieller Unterstützung des Fördervereins, der Bürgerstiftung und weiterer Sponsoren entstand ein
Begleitheft in der sogenannten „Kleinen Reihe“.
Ein besonderer Höhepunkt im Ausstellungsreigen war die Werkschau zum 80. Geburtstag des
Illustrators und Autors Ali Mitgutsch, die mehr als 6.000 Besucherinnen und Besucher anzog. Die
Schau war seit 15 Jahren die erfolgreichste Winterausstellung am Jexhof.
Das museumspädagogische Angebot wurde auch 2015 gut angenommen und liegt weiter auf ho-
hem Niveau: Es fanden 72 Aktionstage, 54 Naturerlebnistage und 77 Führungen (einschl. Mär-
chenführungen) statt. Die Kindergeburtstage am Jexhof boomen weiterhin: Das Programm wurde
86mal im vergangenen Jahr gebucht.


LRA Fürstenfeldbruck | Bei uns veröffentlicht am 11.03.2016


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