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In Bayern blitzt es erstmals aus dem Anhänger

SÜDLICHES OBERBAYERN. Der Zweckverband Kommunale

Verkehrssicherheit Oberland aus Bad Tölz und das Polizeipräsidium

Oberbayern Süd in Rosenheim geben am 19. September 2016 den

Startschuss für ein neues Pilotprojekt zur Unfallprävention.

Verwendet werden dafür

erstmals spezielle Anhänger,

in denen sich ein

Geschwindigkeitsmessgerät

befindet. Diese so genannten

„teilstationären Geschwindig-

keitsmessanlagen“ gehören in

Frankreich und der Schweiz

schon länger zum Straßenbild.

Dort werden sie zur

Beruhigung von

Unfallschwerpunkten einge-

setzt. In Deutschland ist ihre Verbreitung bisher noch gering.

Ziel: Entschärfen von Unfallschwerpunkten

Wie sich die Blitz-Anhänger in der Praxis bewähren, soll der

Modellversuch in den nächsten Wochen zeigen. Ab September werden

die Trailer an unfallträchtigen Strecken in Oberbayern zu sehen sein.

Gemessen wird jeweils bis zu 6 Tage am Stück rund um die Uhr.

Autofahrer müssen sowohl innerorts als auch auf Landstraßen und

Autobahnen mit Geschwindigkeitskontrollen aus dem Anhänger rechnen.

Überhöhte Geschwindigkeit ist bei schweren Unfällen nach wie vor

Ursache Nummer eins. Im Bereich des Polizeipräsidiums Oberbayern

Süd wurden 2015 bei mehr als 2.000 Geschwindigkeitsunfällen

insgesamt 1.401 Verkehrsteilnehmer zum Teil schwer verletzt und 26

Personen getötet. Diese hohe Zahl von Unfallopfern verdeutlicht, wie

wichtig präventive Maßnahmen wie Tempokontrollen sind.

Praktische Erfahrungen sammeln

Bei dem Modellversuch geht es den Verantwortlichen auch darum,

Erfahrungen mit den neuen teilstationären Messanlagen zu sammeln.

Eine der Kernfragen ist: Wie wirkt sich eine durchgängige Überwachung

über eine oder mehrere Wochen auf das Verhalten der

Verkehrsteilnehmer aus?



Daneben soll der Umgang mit der neuen Technik erprobt werden. Im

Fokus von Verkehrsüberwachern und Polizei stehen Standortwahl,

Rüstzeiten, Datenübertragung und Vandalismus. Zudem erwartet man

sich genauere Erkenntnisse über die Betriebskosten. Nur ein Beispiel:

Während bei der Geschwindigkeitsüberwachung mit mobilen Anlagen

ständig ein Messtechniker oder Polizeibeamter in der Nähe sein muss,

werden die Trailer nur einmal abgestellt, eingerichtet und wieder

abgeholt. Alles andere läuft von alleine.

Poliizei Oberbayern Süd | Bei uns veröffentlicht am 20.09.2016


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