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Präventionskampagne zum Betrugsphänomen „Falsche Polizeibeamte und Co.“

Aktuell stellen die Polizeiinspektionen im Landkreis München fest, dass die Zahl

der Betrugsdelikte, bei denen eine Kontaktaufnahme durch die Täter mittels

Telefon erfolgt, steigt. Die meist ausländischen Tätergruppen wählen dabei immer

neue Variationen, neben dem sogenannten „Enkeltrick“ ist eine davon die des

„falschen Polizeibeamten“, der “zum Wohl“ des Opfers anruft und letztlich

Vermögenswerte oder die Überweisung von Geld einfordert.

Diese Anrufe kommen meist von einem ausländischen Callcenter, die

Gesprächspartner sprechen überwiegend akzentfreies Deutsch und verfügen über

„polizeiliches Grundwissen“ aus TV und Krimiserien. Derzeit stammen diese

Anrufe überwiegend aus der Türkei und sind anhand der Telefonnummer nicht als

Anrufe aus dem Ausland zu erkennen. Die Täter suchen sich ihre Opfer aus

Telefonverzeichnissen, ihr einziges Ziel ist es, an das Geld der Angerufenen zu

kommen.

Ein typischer Fall spielt sich wie folgt ab:

Die Rentnerin Frau Edeltraud Schmidhuber gießt gerade ihre Balkonblumen,

als das Telefon klingelt. Sie eilt ins Wohnzimmer und liest auf dem Display

die Nummer 089/110 ab. „Ist die „110“ nicht die Notrufnummer der Polizei?“

denkt sie sich noch und hebt den Hörer ab.

Am Telefon ist eine männliche Stimme zu hören. Der Mann gibt an, dass er

der Herr Kriminalhauptkommissar Kunz von der Polizei ist. Er müsse Frau

Schmidhuber dringend warnen: Die Polizei hätte ein Mitglied einer

Einbrecherbande festgenommen und von diesem erfahren, dass in den

nächsten Tagen auch bei ihr eingebrochen werden solle. Frau Schmidhuber

ist erschrocken! Der angebliche Kriminalhauptkommissar fragt sie nun im

Laufe des Gesprächs über ihre Vermögensverhältnisse aus. Frau

Schmidhuber gibt an, dass sie neben mehreren tausend Euro und

wertvollem Schmuck, den sie zu Hause aufbewahre, auch noch 40.000 Euro

auf einem Sparbuch angespart habe.

Mit sehr ernster Stimme meint der angebliche Polizeibeamte, dass sie sofort

all ihr Geld von der Bank abheben müsse, sonst wäre es für immer

„verloren“. Er führt weiter aus, dass der festgenommene Einbrecher zu

einem internationalen Verbrecherring gehöre, für den auch mehrere

Angestellte der Bank arbeiten würden, bei der Frau Schmidhuber ihr Geld

angelegt habe. Die Bankangestellten würden heimlich Gelder von Sparern

ins Ausland an die Mafia transferieren.

Herr Kunz drängt zur Eile. Frau Schmidhuber müsse sich nun beeilen und

sofort zur Bank aufbrechen, alles Geld abheben und es zu Hause in

Sicherheit bringen, sonst wäre es zu spät! Er würde in drei Stunden einen

verdeckten Ermittler zu ihr schicken, der alle Wertsachen von Frau

Schmidhuber und das Geld in Sicherheit bringen würde.

Bevor sich Frau Schmidhuber von ihrem Schock erholen kann, fordert der

angebliche Polizeibeamte sie auf, das Telefon auf keinen Fall aufzulegen. Sie

solle sich umgehend auf den Weg machen, mit niemandem sprechen und

den „falschen“ Bankangestellten auf keinen Fall sagen, warum sie das Geld

abheben wolle. Sie habe nur drei Stunden Zeit, ihr Vermögen bei den

Kollegen von Herrn Kunz in Sicherheit zu bringen. Danach müsse er seinen

Ermittler wieder abziehen, da sie noch mehr Geld von anderen Leuten in

Sicherheit bringen müssten.

Frau Schmidhuber befolgt alle Anweisungen und übergibt schließlich ihr

Vermögen und das abgehobene Geld an den Mann, den der angebliche

Kriminalhauptkommissar Kunz angekündigt hatte. Sie erhält von dem Mann

an der Haustür noch eine Quittung, dann verschwindet er.

Erst mehrere Stunden nach der Geldübergabe ruft Frau Schmidhuber

verängstigt bei der Polizei an und teilt mit, was geschehen ist. Von den

Beamten, die sie sofort aufsuchten, muss sie erfahren, dass der angebliche

Polizeibeamte Herr Kunz Teil einer international agierenden Betrügerbande

ist, deren Mitglieder sich z.B. als Polizeibeamte oder Staatsanwälte

ausgeben, um an das Geld ihrer Opfer zu kommen.

Auch im Bereich der Polizeiinspektion 46 haben in diesem Jahr bereits mehrere

Bürger Anzeige erstattet, nachdem sie einen solchen Anruf erhalten haben. In den

allermeisten Fällen haben die Opfer hervorragend reagiert, einfach aufgelegt und

anschließend die „richtige“ Polizei verständigt. Damit Sie nicht das nächste Opfer

dieser Betrüger sind, empfiehlt die Polizei folgendes:

 Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen, auch nicht durch angeblich

dringende Ermittlungen zu einem Einbruch in der Nähe!

 Die echte Polizei fordert niemals Bargeld, Überweisungen oder

Wertgegenstände von Ihnen, um Ermittlungen durchzuführen!

 Rufen Sie nie die am Telefon angezeigte Nummer zurück, fragen Sie beim

Notruf 110 nach!

 Gesundes Misstrauen ist keine Unhöflichkeit! Im Zweifel wählen Sie den

polizeilichen Notruf 110!

Weiterführende Informationen finden sich auch im Internet unter

www.polizei.bayern.de und den „Facebook-“ und „Twitterseiten“ des PP München.



Die Polizeiinspektion 46 Planegg ist mit Ihren Kontaktbeamten, die auch bei

Fragen zu diesem Thema zur Seite stehen, mit ihren Infoständen an folgenden

Tagen unterwegs:

1. Donnerstag, 22.06.2017, 16:00 - 18:00 Uhr in 82152 Krailling, Margaretenstr.

53a, Bibliothek, Ansprechpartner: POK Halckenhäußer

2. Mittwoch, 28.06.2017, 09:00 - 11:00 Uhr in 82061 Neuried, Rathaus

Ansprechpartner: PHK Sommer

3. Mittwoch, 05.07.2017, 09:00 - 11:00 Uhr in 82152 Planegg, Rathaus

Ansprechpartner: PHK Sommer

4. Mittwoch, 05.07.2017, 16:00 - 18:00 Uhr in 82166 Gräfelfing, Bahnhofsplatz

vor dem Bürgerhaus, Ansprechpartner: PHM Anner

5. Mittwoch, 12.07.2017, 16:00 - 18:00 Uhr in 82166 Gräfelfing, Bahnhofsplatz

vor dem Bürgerhaus, Ansprechpartner: PHM Anner

6. Donnerstag, 13.07.2017, 14:00 - 16:00 Uhr in 82152 Krailling, Rathaus,

Ansprechpartner: POK Halckenhäußer


Polizei München | Bei uns veröffentlicht am 17.06.2017


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