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Erfreuliche Steigerung bei den Impfquoten im Landkreis Fürstenfeldbruck

Die Ergebnisse der jährlich erhobenen Impfquoten im Landkreis Fürstenfeldbruck zeigen seit Jah-
ren eine erfreuliche Entwicklung hin zu einem langsamen, aber stetigen Anstieg der Impfraten.

Regelmäßig sichtet das Gesundheitsamt die Impfbücher aller 6. Klassen an den Schulen im Land-
kreis und erfasst dadurch wichtige Daten zum Impfstatus der Kinder. Auch in diesem Jahr lieferte

die hohe Gesamtbeteiligung von 78 Prozent aussagekräftige Informationen, insgesamt konnten
1631 Impfpässe von 2080 Schülern ausgewertet werden. Dabei lag die Teilnehmerquote der

Gymnasien des Landkreises mit einer Beteiligung von 85% am höchsten, die Haupt- und Mittel-
schulen lagen bei 69-76 %.

Laut Weltgesundheitsorganisation WHO werden Durchimpfungsraten von etwa 90 bis 95 Prozent
benötigt, um ausreichenden Schutz vor dem Ausbruch einer Erkrankung zu erreichen, die durch
eine Impfung vermeidbar gewesen wäre.
Aktuell liegt die Masern-Impfrate der Kinder mit einer vollständigen Grundimmunisierung bei 91 %,
immerhin 5 Prozent verfügen zumindest über eine Impfung. Das bedeutet eine leichte Steigerung

der Durchimpfungsrate im Vergleich zum Vorjahr. Vor dem Hintergrund von zwei aktuellen Ma-
sernfällen im Landkreis und deutschlandweiten Masernausbrüchen in den letzten Jahren wird den-
noch eine Vervollständigung des Impfschutzes empfohlen, um vor der Erkrankung und den zum

Teil schwerwiegenden Folgen geschützt zu sein.
Eine vollständige Grundimmunisierung war bei Mumps und Röteln in 90 % der Fälle vorhanden.
Bei Windpocken dagegen lag die Zahl mit 41 % zwar deutlich über der des Vorjahres, dennoch
besteht hier noch Verbesserungsbedarf.

Über eine vollständige Grundimmunisierung gegen Keuchhusten inklusive einer Auffrischung ver-
fügen aktuell 84 %, bei weiteren 10 % besteht eine vollständige Grundimmunisierung ohne Auffri-
schung. Im Hinblick auf ganzjährig auftretende Keuchhustenfälle in unserem Landkreis ist ein

Impfschutz sehr wichtig, da diese Erkrankung v.a. bei Säuglingen zu schwerer Atemnot und be-
trächtlichen Komplikationen wie Lungenentzündung, Krampfanfall und Hirnblutung führen kann.

Besonders die Personen im Umkreis von Säuglingen, vornehmlich Eltern und Großeltern, aber
auch Betreuer und Personal im Gesundheitsdienst werden gebeten, ihren Impfschutz überprüfen
zu lassen.

Die Impfraten einer vollständigen Grundimmunisierung ohne bzw. mit Auffrischung liegen für Teta-
nus, Diphterie und Kinderlähmung bei ca. 95% und somit geringfügig über denen des Vorjahres.
Bei der gefährlichen, durch Meningokokken hervorgerufenen Hirnhautentzündung konnte eine er-
freuliche Steigerung der Durchimpfungsrate von 7 auf 78 Prozent verzeichnet werden.

Auch wenn die Impfraten der Kinder im Landkreis Fürstenfeldbruck eine positive Tendenz zeigen,
ist zu befürchten, dass in anderen Altersstufen der Bevölkerung Impflücken bestehen. Vor allem
jungen Erwachsenen und nach 1970 Geborenen wird empfohlen, ihren Impfstatus zu überprüfen
und beim Hausarzt gegebenenfalls nötige Impfungen vornehmen zu lassen. Damit schützt man
nicht nur sich selbst, sondern auch all diejenigen, die sich z.B. aufgrund von Immunerkrankungen
oder Abwehrschwäche nicht impfen lassen können. Impfungen sind eine wichtige und effektive
Maßnahme der Prävention, deren Durchführung für den Gesundheitszustand der Bevölkerung von
großer Bedeutung ist.
Ein besonderer Dank geht an die Eltern und Schulen sowie die impfenden Ärztinnen und Ärzte, die
durch ihre Mitarbeit und ihr Engagement einen so wichtigen Beitrag zur Erhebung des Impfstatus
und zur Vermeidung von impfpräventablen Infektionskrankheiten geleistet haben.

LRA Fürstenfeldbruck | Bei uns veröffentlicht am 14.08.2017


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