In regelmäßigen Abständen treffen sich die oberen Führungsebenen des Landratsamtes Fürstenfeldbruck und der Regierung von Oberbayern zu einem Informations- und Erfahrungsaustausch. So auch am vergangenen Montag, 9. Juli 2012 im Landratsamt Fürstenfeldbruck. „Die Herausforderungen eines zukunfts- und wettbewerbsfähigen Landkreises Anfang des 21. Jahrhunderts zu meistern, ist unsere Aufgabe zum Wohle von über 200.000 Mitmenschen in dieser Region. Herr Regierungspräsident davon sollen und müssen Sie sich heute ein Bild machen. Ich freue mich sehr, dass Sie zusammen mit den Bereichsleitungen ihres Hauses erneut nach 2006 den Landkreis Fürstenfeldbruck besuchen“, so Landrat Thomas Karmasin.
Auf der Tagesordnung standen neben Themen wie Jugendsozialarbeit an Schulen, Legionellenproblematik im Warmwasserbereich, Öffentlicher Personennahverkehr und die Personalsituation an Landratsämtern, vor allem die Punkte „Umsetzung der Energiewende im Landkreis Fürstenfeldbruck“ sowie „Unterbringung von Asylbewerbern“.
Beides Themen, die auch Regierungspräsidenten Christoph Hillenbrand sehr am Herzen liegen: „Die Energiewende muss in den Städten, Gemeinden und Landkreisen stattfinden, wie die kommunalen Spitzenverbände immer wieder zutreffend betonen. Dabei sollen die Regierungen auch ein Scharnier zu den Kommunen und Planungsverbänden bilden. Eine unserer wesentlichen Aufgaben ist es, Sie als „Motoren der Energiewende“ vor Ort bei Ihrer Tätigkeit zu unterstützen.“
Aber auch die Unterbringung von Asylbewerbern im Landkreis war heute ein wichtiges Thema: „Ich weiß wie schwierig es ist, in einer Wachstumsregion und einem dicht besiedelten Landkreis wie Fürstenfeldbruck überhaupt angemessenen Wohnraum und damit auch für die dezentral zugewiesenen Asylbewerber zu finden. Dennoch bitte ich die Bürgerinnen und Bürger sowie die Gemeindeoberhäupter den Landkreis bei seiner Suche nach geeigneten Unterbringungsmöglichkeiten nach Kräften zu helfen“, appellierte Hillenbrand. Abschließend bedankte sich der Regierungspräsident bei Landrat Thomas Karmasin für seine bisherige Unterstützung bei der Bewältigung der weiter andauernden Notsituation in der Asylbewerberunterbringung.
Der gemeinsame Fototermin und Eintrag in das „Goldene Buch“ bildeten dann die „Überleitung“ zum „praktischen Teil“ des Besuches: Der Besichtigung des ersten „Grünen Zentrums“, das in Bayern, in Puch, Ortsteil der Großen Kreisstadt Fürstenfeldbruck, entsteht. Genau vor einem Jahr hatte der Landkreis hier seine neue Landwirtschaftschule eingeweiht. Architekt Franz Balda und Schulleiter Alois Pfluger erläuterten den Gästen, warum das funktionelle Bauwerk z. B. von der Stadt Fürstenfeldbruck im Baugestaltungswettbewerb 2011 als „architektonischer Glanzpunkt“ ausgezeichnet wurde. Stellvertretende Schulleiterin Marianne Heidner dokumentierte mit den Studierenden der Abteilung Hauswirtschaft Inhalte des Lehrplanes, indem Sie den Gästen an perfekt gedeckten Tischen ein saisonal, aus regionalen Produkten zubereitetes Mittagessen kochte und korrekt servieren ließ.
Gut gestärkt, führte Hans-Jürgen Gulder, Leiter des Amtes für Ernährung und Landwirtschaft die Delegation dann durch die Versuchsstation der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft und den fast fertig gestellten Bau der neuen Behörde innerhalb des „Grünen Zentrums“.
Natur, Kunst und Kultur waren die abschließenden Elemente des Besuches, nachdem Dr. Birgitta Klemenz das Brauchtum bzw. die Legende der Hl. Edigna an der 1000jährigen Edigna-Linde in unmittelbarer Nähe der Kirche St. Sebastian erläuterte. Kirche und Naturdenkmal befinden sich in unmittelbarer Nähe zum „Grünen Zentrum“ und bilden zusammen ein einzigartiges „Ensemble“ im westlichen Landkreis Fürstenfeldbruck
LRA Fürstenfeldbruck | Bei uns veröffentlicht am 10.07.2012

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