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Energiepreis Landkreis Starnberg 2015 Erster Preis für Pionier aus Weßling, Leuchtturmpreis für Gemeinde Berg

Die Energiepreise 2015 des Landkreises Starnberg gehen an Stefan Eder aus Weßling für sein Wohnhaus mit Eisspeicher- und Solarheizung (1. Preis), die Wohneigentumsgemeinschaft Römerstraße 65-67 in Gilching für die gemeinschaftliche Sanierung von 30 Wohnungen (2. Preis) sowie an das Waldsanatorium Krailling für ihr regeneratives Heizwerk mit Nahwärmenetz (3. Preis). Für ihren großen Beitrag zur Energiewende durch den Bau der neuen Windkraftanlagen in den Wadlhauser Gräben wurde die Gemeinde Berg mit einem Leuchtturm-Preis ausgezeichnet. Landrat Karl Roth überreichte die Auszeichnungen im Rahmen einer Feierstunde im Landratsamt.

Bereits zum siebten Mal vergab der Landkreis Starnberg seinen Energiepreis. Ziel der Preisvergabe ist es, positive Beispiele bekannt zu machen, zur Nachahmung anzuregen und damit die Energiewende im Landkreis voran zu treiben. Um die Auszeichnung 2015 bewarben sich diesmal 15 Projekte und Initiativen.

Die Ausschreibung des Energiepreises 2015 erfolgte bereits im Sommer letzten Jahres. Privatpersonen, Unternehmen, aber auch Kommunen und andere öffentliche Einrichtungen und sonstige Institutionen waren aufgerufen, sich mit vorbildlichen Initiativen im Bereich der Energieeinsparung und Energieeffizienz zu bewerben. Die Jury, die sich aus Vertretern der Kreistagsfraktionen, des Energiewendevereins, des Landratsamtes sowie dem stellvertretenden Bürgermeisterssprecher zusammensetzte, hat die Bewerber eingehend vor Ort begutachtet. Über ihre Empfehlung hat der Ausschuss für Klimaschutz, Umwelt und Mobilität dann abschließend entschieden.

Mit dem Energiepreis 2015 Landkreis Starnberg wurden ausgezeichnet:

1.Preis:
Stefan Eder (Weßling)
„Wohnhaus mit Eisspeicher- und Solarheizung u.v.m.“

· Guter energetischer Standard der Gebäudehülle

· Ausschließlich Einsatz erneuerbarer Energien Energie (Solarthermie, Wärmepumpe, Photovoltaik, Bezug von Ökostrom)

· Bereitschaft zu Vorreiterrolle (Pilotprojekt) und Einsatz innovativer Zukunftstechnologien (Eisspeicher, Wärmerückgewinnung, Gebäudeleittechnik u.v.a.)

· Dadurch Langzeit-Wärmespeicherung sowie Nutzung auch geringer Temperaturen möglich

· Begeisterung und großes persönliches Engagement sowie hohes Fachwissen (Anlage vom Eigentümer selbst geplant u. betreut)

· Gute Multiplikatorwirkung (Hr. Eder betreut als Hausverwaltung viele Gebäude im Landkreis)

· Große Vorbildfunktion (Pionier) und bereitwilliger Ansprechpartner für Interessierte


2. Preis:
WEG Römerstr. 65-67 in Gilching
„Gemeinschaftliche Gebäudesanierung für 3.000 m² Wohnfläche“
· Seltenes und deshalb vorbildliches Beispiel einer geglückten WEG-Sanierung mit vielen Eigentümern

· Durchgeführte Sanierungsmaßnahmen guter Standard (Kompromiss wg. möglichst niedriger Kosten u. notwendiger Beteiligung aller Eigentümer)

· Potenzial für Übertragbarkeit hoch (viele Wohneigentumsgemeinschaften und Hausverwaltungen im Landkreis)


3. Preis:
Waldsanatorium Krailling
„Heizwerk mit Nahwärmenetz am Waldsanatorium“
· Vorbildliche Umstellung auf überwiegend Erneuerbare Energien (Biomethan, Hackschnitzel) bzw. effektive Technik (BHKW)

· Ersatz vieler kleiner fossiler Heizkessel durch Anschluss an regeneratives Nahwärmenetz

· Bereitschaft zur Versorgung auch benachbarter kommunaler Liegenschaften

· Sehr große CO2-Einsparung

· Gute Übertragbarkeit und Vorbildfunktion des erneuerbaren Nahwärmenetzes



Leuchtturm-Preis:
Gemeinde Berg
„Errichtung und Betrieb von vier Windkraftanlagen“
· Riesiger Beitrag zur Energiewende im Landkreis

· Vorreiterrolle für Windkraftnutzung im Landkreis

· Gemeinde dadurch bei Strom bilanziell autark

· Enormes Durchhaltevermögen der Gemeinde Berg

· Regionale Wertschöpfung, durch Gewerbesteuer auch Nutzen für alle Gemeindebürger

· Beitrag zur Vermeidung von Stromtrassenausbau

Vier weitere Finalisten wurden mit einer Urkunde ausgezeichnet:

Ø Erdmann und Kornelia Treffurth (Seefeld-Meiling)
„Energetische Sanierung des eigenen Einfamilienhauses“
Ø Markus Guggemos (Tutzing-Traubing)

„Freiflächen-PV-Anlage (Solarbiotop) in Traubing“

Ø Architekt Markus Mayer (Starnberg)
„Mehrfamilien-Hybridhaus (KfW-Effizienzhaus 40) in Feldafing“
Ø Grundschule Söcking
„Auf dem Weg zu einer umweltfreundlichen Schule“

LRA Starnberg | Bei uns veröffentlicht am 23.01.2016


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