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Wer hat Natriumlauge unsachgemäß entsorgt?

Wie berichtet, wurden am Freitag den 21.8.09 gegen Mittag zwei Müllhandwerker aus Hausham im Landkreis Miesbach beim Entleeren von einem Müllcontainer am Wertstoffzentrum in Neuhaus, durch eine vorerst unbekannte ätzende Flüssigkeit verletzt. Die beiden Männer mussten mit dem Hubschrauber in eine Spezialklinik nach München zur ärztlichen Behandlung geflogen werden.


Zwischenzeitlich hat die Kripo Miesbach in Zusammenarbeit mit Sachverständigen des Bayerischen Landeskriminalamtes herausgefunden, dass es sich bei der bislang unbekannten Flüssigkeit um eine Natriumlauge, wie sie üblicherweise in Schwimmbädern zur Einstellung des PH-Wertes verwendet wird, handelt


Fest steht jetzt auch, dass der Container am Donnerstagnachmittag vor die Abzäunung des Wertstoffzentrums in Neuhaus geschoben wurde, da die Entleerung des Inhaltes, getrocknete Dispersionsfarbe, am Freitagmorgen erfolgen sollte. Tatsächlich wurde der Container gegen Mittag aber erst entleert. Zwischenzeitlich hat eine bislang unbekannte Person insgesamt 18 Kanister, mit einem Fassungsvermögen von jeweils 5, 10, 20 und 30 Litern Natriumlauge (Siehe Bild) unerlaubt in den Container entsorgt. Fünf Kanister waren nur halb oder dreiviertel gefüllt. Alle anderen waren vollständig befüllt. Es wird von cirka 250 Liter Natriumlauge ausgegangen, die unerlaubt in diesen Container entsorgt worden sind. Beim Entleerungsvorgang in das Müllauto platzten drei Kanister auf und bespritzen die beiden Beschäftigten mit der Natriumlauge. Sie erlitten Verätzungen am Körper, insbesondere im Gesicht. Bei einem der Geschädigten bestand anfänglich die Gefahr der Erblindung. Nach dem jetzigen Stand der Ermittlungen ist jedoch keine Erblindung mehr zu befürchten. Beide Verletzte sind wieder aus der Klinik entlassen, werden aber noch ambulant ärztlich betreut.


Die Kripo Miesbach ermittelt derzeit gegen Unbekannt wegen fahrlässiger Körperverletzung und unsachgemäßer Entsorgung dieser Natriumlauge. Zeugen, die Hinweise geben können, wo diese Kanister in der Füllmenge 5, 10, 20 und 30 Liter jetzt nicht mehr vorhanden sind oder die verdächtige Wahrnehmungen in der vermutlichen Tatzeit am Wertstoffzentrum in Neuhaus gemacht haben, werden gebeten sich bei der Kripo Miesbach unter der Telefonnummer 08025/299-299 melden.


Polizei Miesbach | Bei uns veröffentlicht am 27.08.2009


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