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3 jähriges Mädchen stirbt bei tragischem Verkehrsunfall

Am Sonntag den 07.11.2010, gegen 11.05 Uhr, ereignete sich auf der BAB A 8, zwischen den Anschlussstellen Weyarn und Holzkirchen ein tragischer Verkehrsunfall.

Ein aus Bosnien stammender 33jähriger Niederländer war zusammen mit seiner 31 jährigen Frau, seinem 6 Monate alten Sohn und der 3 jährigen Tochter auf der Rückreise von Bosnien nach Holland.

Der 33jährige fuhr mit seinem BMW 328i mit einer Geschwindigkeit von ca. 130 – 140 km/h auf der linken Fahrspur als plötzlich der linke Hinterreifen platzte.

Der Fahrer verlor sofort die Kontrolle über das Fahrzeug. Der BMW schleuderte über alle Fahrstreifen und den Seitenstreifen nach rechts von der Fahrbahn. Dort berührte er die beginnende Leitplanke die leicht nach oben ansteigt. Die Schutzplanke wirkte wie eine Sprungschanze und hob das Auto, was sich noch immer in einer Drehbewegung befand, an. Der BMW prallte mit der linken hinteren Fahrzeugseite gegen einen, hinter der Leitplanke befindlichen, Baum, entwurzelte diesen und blieb schlussendlich auf der Beifahrerseite liegen.

Das Heck des BMW wurde durch den Baum nahezu abgerissen und stark deformiert.
Die Mutter und das 3 jährige Mädchen saßen auf der Rücksitzbank, das kleine Mädchen wurde durch das stark deformierte Dach nahezu zerdrückt und konnte durch die Ersthelfer erst aus dem Fahrzeug geborgen werden nachdem vier Männer das Auto leicht angehoben hatten. Obwohl sich unter den Ersthelfern Mediziner befanden und zahlreich hilfsbereite Verkehrsteilnehmer an der Unfallstelle waren, konnte man dem kleinen Mädchen nicht mehr helfen.

Die erlittenen Kopfverletzungen waren so schwer, dass das Mädchen sofort verstorben ist.

Der Säugling blieb, von ein paar blauen Flecken abgesehen, Gott sei dank unverletzt.

Vater und Mutter erlitten leichte Verletzungen und kamen mit dem Säugling in ein Münchner Krankenhaus.

Erwähnenswert bleibt, leider mit einem bitteren Beigeschmack, dass dieser Unfall vermeidbar gewesen wäre. Denn bislang muss man davon ausgehen, dass die Bereifung des BMW unfallursächlich gewesen ist. Auf der Hinterachse des BMW waren zehn Jahre alte Reifen montiert, die nicht mal über die geforderte Mindestprofiltiefe verfügten und wahrscheinlich sogar bis auf die Karkasse abgefahren waren.


Die Feuerwehr Weyarn war mit vier Fahrzeugen und 29 Mann/Frau vor Ort, ebenfalls waren zwei Männer der Landkreisführung und mehrere Rettungsfahrzeuge vor Ort.

Auf der Autobahn kam es im Zeitraum der Bergung und polizeilichen Aufnahme für drei Stunden zu erheblichen Behinderungen.

Ein besonderer Dank sei noch mal an die Ersthelfer ausgesprochen die sich aufopfernd um die Verletzten an der Unfallstelle bemüht haben.




| Bei uns veröffentlicht am 07.11.2010


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